Nachhaltige Fasen

(FOTO oben) Das Projektteam mit (v.l.) Frank Lijten, Jan Jager, Bas Krins, Gerard Nijhoving, Mark Ruesink und Michel Jansen. FOTO: Karin Eden (EDR)

In diesem Projekt werden unterschiedliche Anwendungen für Garne und Bänder aus nachhaltigen Fasern untersucht, die aus recyceltem PET (rPET) oder Biopolymeren hergestellt werden. Aus recyceltem PET werden flammhemmende Garne, Teppichgarne, Feintitergarne und Klebebänder entwickelt. Aus Biopolymeren werden kompostierbare Garne sowie im Meer abbaubare Garne hergestellt.

Projektleitung: NHL Stenden 

Die Teilprojekte stellen wir hier kurz vor:
 

Flammhemmende r-PET-Garne

Die Nachfrage nach sehr feinen, flammhemmenden Garnen ist groß. Es ist möglich, Garnen aus r-PET flammhemmende Eigenschaften durch ein Masterbatch zu verleihen. Untersucht wird, wie sich diese Komponente auf das Spinnverhalten auswirkt. Zu rechnen ist mit einer Zunahme von Brüchen, weil insbesondere Feintitergarn aus sehr dünnen Filamenten besteht. Außerdem könnte ein höherer Druck in der Spinngarnitur aufgebaut werden. Weil die PET-Struktur durch die hinzugefügte flammhemmende Komponente gestört wird, könnte sich dies auch negativ auf die Eigenschaften des rPET-Garns auswirken. Diese Aspekte werden im Projekt untersucht und die Garne entsprechend getestet.

 


 

r-PET-Teppichgarne

Dies Projekt setzt die Untersuchungen zu rPET-Polymeren für Teppiche aus dem vorherigen INTERREG-Projekt „BioÖkonomie im Non-Food-Sektor" fort. Das Interesse der Teppichindustrie für die Verwendung von rPET BCF (Bulked Continuous Filament)-Teppichgarnen als Ersatz von Teppichgarnen aus reinem PET-Polymer ist groß. Wichtig wäre es, wenn das rPET-Garn farbkonstant ist, was derzeit noch nicht so leicht ist, weil das rPET-Polymer selbst nicht immer eine konstante Farbe hat. Außerdem müsste die Elastizität (Resilienz) des rPET-Garns besser werden, als die derzeitiger PET-Teppichgarne. Entsprechende Experimente werden mit Teppichproduzenten beiderseits der Grenze durchgeführt. 

r-PET-Feintitergarne

Die Nachfrage nach Feintitergarn aus rPET-Polymer ist größer, als für industrielles Garn. Das liegt insbesondere daran, dass die Gewebe aus Feintitergarn für Konsumentenprodukte verwendet werden, beispielsweise für Duschvorhänge oder Fensterbeschattung sowie für Beschattung im Gartenbau und das Interesse für grüne, nachhaltige Produkte in diesen Bereichen deutlich gestiegen ist. Auf einer Feintiter-Pilotanlage sollen entsprechende Garne gesponnen und dann getestet werden.