BIO-BETON FÜR DIE ZUKUNFT

18 feb 2020

Auteur: Karin Eden


Bio-Beton für die Zukunft

Bei der Produktion von Zement wird jede Menge Kohlendioxid freigesetzt, dieser Prozess ist für rund acht Prozent der gesamten globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Zum Vergleich: Die Luftfahrt verursacht nur zwei bis drei Prozent der CO2-Emissionen. Gleichzeitig gilt Zement jedoch als unverzichtbarer Bestandteil von Beton beispielsweise beim Straßen- und Hausbau. Darum ist es interessant, nach Alternativen für dieses Material zu suchen. Damit beschäftigen sich die Antragsteller eines der jüngst im Offenen Teil bewilligten Projekte: „Mikrobiell induzierte Kalzitfällung als Zementersatz" lautet der Titel einer Machbarkeitsstudie unter Federführung des Groninger Innovations- und Beratungsunternehmens „Bioclear Earth". Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, mit der Kraft der Natur Werte in den Bereichen Boden, Wasser und Klima zu schaffen. Im Rahmen des Projekts untersucht Bioclear Earth die Anwendung von „Bio-Beton": Beton aus Sand, Kies und Bakterien. Bestimmte Bakterien produzieren Kalzit und „kleben" die Mischung anstelle des traditionell verwendeten Zements. Derzeit wird untersucht, wie diese Blöcke noch robuster gemacht werden können, wie der CO2-Fußabdruck im Vergleich zu Zementbeton aussieht und welche Anwendungen es für biobasierten Beton auf und im Boden gibt. Die Experimente im Innovationslabor von Bioclear Earth laufen gut, der Prozess zur Herstellung von Bio-Beton wird verbessert, und es besteht ein großes Interesse von Akteuren aus dem Bausektor. 

 

Für Bioclear Earth stellten (v.l.) Ruben Oost, Akkelien Jansen und Dick Specht den Bio-Beton dem Bioökonomie-Projektmanagement vor.
FOTO: KARIN EDEN